FAQ

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet Autoimmunerkrankung?

Das Immunsystem richtet sich gegen den eigenen Körper. Teile werden als Fremdkörper erkannt und angegriffen, wie beispielsweise die Gelenkinnenhaut bei der rheumatoiden Arthritis. Dies hat schwerwiegende Entzündungen zur Folge, durch die im weiteren Verlauf das Gewebe und die Knochen zerstört werden können.

Was ist der Rheumafaktor?

Ein bestimmtes Eiweiß nennt man Rheumafaktor. Man kann es bei den meisten Betroffenen von rheumatischen Erkrankungen im Blut nachweisen. Jedoch sagt das nichts über die Krankheitsursache aus.

Ist Rheuma erblich?

Dies kann man leider nicht eindeutig beantworten. Rheuma gilt definitiv nicht als Erbkrankheit im eigentlichen Sinne. Jedoch gibt es Familien bei denen diese Erkrankung häufiger auftreten.

Was ist ein Rheumaknoten?

Dieser Knoten liegt unter der Haut. Er ist schmerzlos und erbsen- bis mandarinengroß. Häufig treten diese in Bereichen mit erhöhter Druckbelastung auf. Selten sind innere Organe von solch einem Knoten befallen. Bei einem schweren Krankheitsverlauf der rheumatoiden Arthritis findet man diese Auswüchse.

Wie kann Ergotherapie Betroffenen helfen?

Das vorrangige Ziel ist dem Patienten die größtmögliche Selbstständigkeit und Handlungsfreiheit zu gewährleisten. Die aktive Behandlung der betroffenen Gelenke durch Beschäftigungen ähnelt dabei alltäglich Aktivitäten der erkrankten Person.

Kann man Rheuma vorbeugen?

Um das Risiko einer rheumatischen Erkrankung möglichst gering zu halten sollte man ein paar Verhaltensweisen beachten:

  • Gesunde und ausgewogene Ernährung
  • Kein Übergewicht
  • Vermeiden einseitiger Belastungen (gerade durch die richtige Auswahl von Bett und Stuhl)
  • Muskelkraft und Gelenkbeweglichkeit durch aktive Bewegungsübungen wie Gymnastik erhalten
  • Dauerbeanspruchung durch Aktivitäten mit erhöhtem Kraftaufwand vermeiden

Wie kann eine spezielle Schmerzklinik helfen?

Bei chronischen Gelenkschmerzen sollten eventuell weiterführende Methoden der sogenannten speziellen Schmerztherapie eingesetzt werden. Dies ist ein Spezialgebiet und setzt große Erfahrung und eine gründliche, fachärztliche Ausbildung voraus. Die optimale Therapie gerade von chronischen Gelenkerkrankungen erfordert eine persönlich auf den Patienten abgestimmte und kombinierte Behandlung. In der Fachsprache nennt man dieses Konzept „multimodal“. Es bedeutet, dass verschiedene Therapien gegen die Beschwerden ganz individuell aufeinander abgestimmt werden. Diese Verfahren werden in den Fachkliniken für Schmerztherapie angeboten. Dafür ist ein mehrwöchentlicher Aufenthalt notwendig, da die einzelnen Behandlungen teilweise mehrmals täglich über Wochen hinweg durchgeführt werden müssen.

Zusätzlich bietet eine Schmerzklinik auch ergänzende Methoden, welche unterstützend und zur Sicherung des Behandlungserfolges angewendet werden. Zu diesen Behandlungsweisen gehören unter anderem die Akupunktur, die Hochtontherapie, die Physiotherapie und auch bewusstseinsverändernde Verfahren wie Autogenes Training.