Chronische Polyarthritis
Diese entzündliche Gelenkserkrankung ist die häufigste Form von Rheuma. Das Erkrankungsalter liegt zwischen 20 und 40 Jahre, aber auch Kinder im Säuglings- oder Kleinkindalter können betroffen sein. Die Ursachen sind noch nicht geklärt, aber eine Fehlsteuerung des Immunsystems wird bei dieser Krankheit vermutet. Die Infektionserreger sind Viren und Bakterien, auch eine erbliche Veranlagung kann ausschlaggebend sein.
Beim Verlauf dieser Gelenkserkrankung sind anfangs die Finger und Zehen betroffen. Der Schmerz tritt plötzlich in den Gelenken auf. Weitere Symptome sind Schwellungen und Überwärmung, sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit, die gerade am Morgen am stärksten ist. Im Verlauf der Krankheit über Wochen und Monate werden immer mehr Gelenke befallen. Beispielsweise ist erst die Schulter betroffen, danach das Hüftgelenk und dann die Wirbelsäule. Dabei bleibt es nicht nur beim Gelenk an sich, auch die Sehen und Schleimbeutel werden davon nicht verschont.
Die Krankheit verläuft schubweise. Typische Anzeichen sind Müdigkeit, Leistungsschwäche, Fieber, Schwitzen und Gewichtsabnahme. In der akuten Phase sind die Schmerzen und Symptome sehr stark ausgeprägt.
Die Heilungschancen sind bei Kindern besser als bei Erwachsenen. Ein kleiner Teil der Betroffenen kann sogar einen Stillstand der Krankheit ohne Therapie erreichen. Die allgemeinen Behandlungsmöglichkeiten sind Krankengymnastik, Massagen, Elektrotherapien, Hilfe durch Schienen oder Gehroller und Medikamente.
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